Welches Öl zum Babybrei

Wer sich ein wenig mit dem Thema Babybrei und Beikosteinführung beschäftigt, liest früher oder später davon, dass dem Brei eine gewisse Menge Öl hinzugefügt werden soll, aber warum wird das so gemacht? Häufig wird hier Rapsöl empfohlen. Aber worauf kommt es dabei an und gibt es Alternativen?

Herstellungsverfahren von Ölen

Steht man vor dem Regal mit den verschiedenen Ölen, stößt man unweigerlich auf Bezeichnungen wie nativ oder raffiniert. Was heißt das und was steckt genau dahinter? Ist ein Bio-Öl automatisch das Beste?

Nativ oder kaltgepresst

Bei den nativen Ölen handelt es sich um hochwertige Öle, die nicht durch Erhitzen entstanden sind. Es sind kaltgepresste Öle, bei denen das Öl mechanisch aus den Nüssen, der Frucht oder den Samen gepresst wird. So bleiben sämtliche wertvolle Stoffe erhalten und dadurch schmecken diese Öle auch einfach intensiver. Sie können jedoch nicht zum Braten verwendet werden, da ansonsten alle wertvollen Stoffe, die dieses Öl noch enthält, verloren gehen. Für Babynahrung ist natives bzw. kaltgpresstes Öl also am besten geeignet.

Raffiniert

Diese Öle wurden bei der Herstellung erhitzt und können folglich auch bei der Zubereitung von Speisen wieder erhitzt werden, ohne das sich etwas an ihnen verändert. Der große Nachteil ist, dass sämtliche Nährstoffe bei diesem Vorgang verloren gehen und somit auch nichts von den essentiellen Fettsäuren erhalten bleibt. Sie können zwar bedenkenlos verzehrt werden, haben aber keinen positiven Effekt mehr und sind daher nicht für Babynahrung geeignet.

Bio-Öl

Liest man Bio, glaubt man schnell an etwas Gutes. Jedoch ist hier Vorsicht geboten. Sowohl natives als auch raffiniertes Öl dürfen sich Bio nennen. Hier geht es schließlich nur um die Herkunft aus biologischer Landwirtschaft, man kann also in jedem Fall davon ausgehen das sich keine Pestizidrückstände im Öl befinden. Man sollte für Babynahrung in jedem Fall zum nativen Bio Öl greifen, am besten sogar aus einem Bio-Laden.

Die verschiedenen Öle

Raps (Brassica napus)

Rapsöl

Das Rapsöl gehört zu den günstigsten Ölen und wird in den meisten Ratgebern zum Thema Beikost empfohlen. Es ist damit aber nicht irgendein Rapsöl gemeint, sondern lediglich das native, kaltgepresste. Das raffinierte Öl hat seine Nährstoffe durch den Prozess des erhitzen bereits verloren und damit wurde das ansonsten günstige Verhältnis von Omega-3 und 6 Fettsäuren, für das Rapsöl bekannt ist, zerstört. Neben den Omega-Fettsäuren enthält es nur wenig Cholesterin, ist lange haltbar und schmeckt sehr mild.

Ausdauernder Lein (Linum perenne)

Leinöl

Neben dem Rapsöl wird auch häufig das Leinöl empfohlen, es enthält ebenfalls viele Omega-3 Fettsäuren und somit wirkt es sich positiv auf die Gesundheit aus. Im Gegensatz zu Rapsöl darf es aber auf keinen Fall erhitzt werden und muss zwingend im Kühlschrank aufbewahrt werden, dort ist es bis zu 6 Wochen haltbar. Es kostet um einiges mehr und ist intensiver im Geschmack als Rapsöl.

Olivenbaum (Olea europaea)

Olivenöl

Das native Olivenöl ist sehr vielseitig und äußerst gesund, denn neben ungesättigten Fettsäuren enthält es auch Vitamin E. Olivenöl hat einen Vorteil gegenüber anderen nativen Ölen, es kann bis zu 180Grad erhitzt werden. Der Geschmack ist deutlich intensiver und es gibt eine wirklich große Auswahl an Olivenölen. Man kann es auch für die Beikost nehmen.

Bratöl

Das Bratöl ist ein zwischen dem nativen und raffinierten Öl einzuordnen, man bekommt es im Bioladen und es wurde schonend erhitzt. Es ist somit zwar nicht ganz so gesund wie das native Öl, dennoch bleiben bei dieser Variante mehr Nährstoffe erhalten als im raffinierten. Bratöl ist erhältlich aus Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Olivenöl. Es ist zwar nicht die erste Wahl zur Beikost, aber ganz verkehrt ist es auch nicht.

Spezielles Beikostöl

Natürlich sind auch einige Hersteller auf das Thema Beikost eigestiegen und bieten spezielle Öle zur Beikosteinführung an. Natürlich verspricht es viel, aber ob man gern zu einem bereits angemischten Öl greifen möchte, bleibt jedem selbst überlasssen.

1 Kommentar zu „Welches Öl zum Babybrei“

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