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Ratgeber

Warum soll Saft in den Babybrei?

. 2 min. Lesedauer . von Beikost Ratgeber
Warum soll Saft in den Babybrei?

Mit der Geburt bekommt ein Baby einen Eisenvorrat mit, welcher aber nach und nach schwinden soll. Mit der Beikost und der Fleischgabe/ Getreidegabe, füllt sich dieser wieder auf. Aber um überhaupt Eisen aufnehmen zu können, braucht es Vitamin C. Apfel, Birnen- oder Orangensaft dienen hier als wichtige Vitamin C Lieferanten.

Welche Säfte eignen sich hier besonders?

An erster Stelle sei gesagt, dass es hier nicht um irgendeinen Saft geht, sondern ausschließlich um Direktsaft. Denn nur in Direktsaft steckt ein Fruchtanteil von 100%. Bei Fruchtnektar oder Fruchtsaftgetränken ist der tatsächliche Fruchtsaftgehalt deutlich geringer und somit ebenfalls der Vitamin C Gehalt, zudem wurde Wasser und Zucker beigemischt.

Spricht man vom Saft im Brei, geht es meistens um Apfel-, Birnen- oder Orangensaft. Apfel- und Birnensaft schmecken im Gegensatz zu Orangensaft äußerst mild und werden von den Babys in der Regel gut angenommen und vertragen. Orangensaft bietet zwar den höchsten Vitamin C Gehalt, jedoch schmeckt dieser sehr intensiv und führt nicht selten zu einem wunden Po.

Wie gibt man den Saft zum Brei?

Der Saft gehört nicht von Anfang an in den Babybrei, erst wenn das Baby den Mittagsbrei mit Fleisch oder alternativ Getreide bekommt, wird diesem der Saft hinzugefügt. Das hat auch einen Grund, denn der Eisenvorrat der Babys schwindet mit den Monaten und wenn man zwischen dem 5. Und 7. Monat mit der Beikost startet, muss dieser schließlich wieder aufgefüllt werden. Damit das Eisen besser aufgenommen werden kann, gibt man einen Fruchtsaft mit in den Brei. Dies kann Apfel-, Birnen- oder Orangensaft sein.

Der Saft wird dem Brei erst nach dem Garvorgang zugefügt, denn durch die Hitze würde ansonsten das wertvolle Vitamin C verloren gehen. Dem Brei werden kurz vor dem Verzehr pro 100 Gramm etwa ein EL Saft hinzugefügt.

Gibt es Alternativen zum Saft?

Es geht nur um das Vitamin C im Saft, hier kann z.B. auch frisch hineingepresstem Zitronensaft genommen werden. Wenige Spritzer werden in der Regel auch gut von den Babys vertragen. Ansonsten bietet es sich auch an, dem Baby einen Nachtisch zu geben. Zwei bis drei Esslöffel Fruchtmus schmecken dem Kleinen sehr wahrscheinlich nicht nur gut, sondern liefern eben dieses notwendige Vitamin C.

Welches Obst ist für Baby geeignet

Ab dem 5. Monat

  • Bananen
  • Äpfel
  • Pflaumen
  • Birnen
  • Avocado

Ab dem 7. Monat

  • Heidelbeeren
  • Pfirsiche
  • Nektarinen
  • Aprikosen

Ab dem 9. Monat

  • Kiwis
  • Himbeeren
  • Erdbeeren
  • Mango
  • Melonen
  • Papaya

Ab dem 11. Monat

  • Ananas
  • Weintrauben

Ab dem 13. Monat

  • Zitrusfrüchte

Muss Obst für Babys abgekocht werden?

Prinzipiell ja, aber es gibt auch Ausnahmen, die nicht abgekocht werden müssen und schon ab 6 Monaten roh angeboten werden können. Ein Fruchtsauger bietet sich hier an, diesen können die Babys meist schon selbst greifen oder halten und auch selbst zum Mund führen.  

Dafür in roher Form geeignet sind z.B.:

  • Bananen
  • Avocado
  • Melone
  • Mango

Obst wie z.B. Apfel oder Birne sollten von dem vollendeten 6. Monat in jedem Fall abgekocht werden, das macht es verträglicher. Und wer sich nun wundert, warum der Apfelsaft erst nach dem Garvorgang hinzugegeben wird, es ist ganz einfach, denn in der Flasche wird dieser zum haltbar machen kurz erhitzt und so bleiben Vitamine erhalten. Der Garvorgang des Breies dauert schließlich länger und so würden die Vitamine verloren gehen, wenn man den Apfelsaft schon früher hinzufügt.

Gehört der Saft nur in den Mittagsbrei?

Im Grunde schon, denn meist wird nur mit dem Mittagsbrei Fleisch gereicht oder als vegetarische alternative Getreide wie z.B. Hirse. Dem Abendbrei mit Getreide mischt man Obst bei, somit erübrigt sich hier die extra Saftzugabe.

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