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Beikost einführen, aber wann und wie?

. 3 min. Lesedauer . von Beikost Ratgeber
Beikost einführen, aber wann und wie?

Ist das Baby drei Monate alt, hört man aus allen Richtungen es sei nun soweit mit dem Essen zu beginnen. Von ungebetenen Ratschlägen, wie Möhrensaft zur Milch, bis hin zu einem leeren Eisenspeicher bekommt man da alles zu hören. Aber wie macht man es richtig? Gibt es überhaupt ein Richtig oder Falsch? Und wann kann man wirklich mit der Beikost starten?

Was genau versteht man unter Beikost?

Wie die Bezeichnung es schon sagt BEIKOST somit wird diese lediglich zusätzlich zur Milch angeboten. Ob nun Muttermilch, Säuglingsmilch oder ein Mix aus beidem ist hier irrelevant. Die Milch wird den Säugling das gesamte erste Lebensjahr begleiten und wird in dieser Zeit langsam, Schritt für Schritt auf andere Nahrung umgestellt. Nach und nach werden die Milchmahlzeiten durch Brei oder BLW (Baby-Led-Weaning) ersetzt.

Empfohlen wird es, zwischen dem 5. Und 7. Lebensmonat langsam in die Beikost einzusteigen, hier gilt es die Reifezeichen des Babys zu beachten.

Was sind Beikostreifezeichen?

Eines vorweg: fängt man zu früh an, dem Baby etwas anderes als Milch anzubieten, kann dies unter Umständen zu schwerwiegenden Folgen führen. Es wird angenommen, dass dies zu Magen-Darm Problemen und sogar Unverträglichkeiten führen kann. Hier sollte man sich nicht von gutgemeinten Ratschlägen der eigenen Eltern beirren lassen, früher wurde anders mit dem Thema umgegangen und heute ist vieles davon überholt.

Hier gilt es auf seine Instinkte zu hören und sich nicht verunsichern zu lassen. Einige Punkte, an denen man die Reife zur Beikost eines Babys festmachen kann, sind diese:

  • Der Zungenstoßreflex ist verschwunden. Dieser Reflex sorgt dafür, dass das Baby festere Nahrung wie auch Brei mit der Zunge wieder aus dem Mund schiebt. Dieser Reflex ist nicht ohne Grund gegeben.
  • Das Baby kann den Kopf mühelos allein halten und kurzzeitig mit Unterstützung auf dem Schoß, in sitzender Position bleiben.
  • Das Baby zeigt Interesse an Nahrung, es reißt einem quasi das Essen aus der Hand, öffnet den Mund, wenn man den Löffel davorhält und könnte auch selbst seine Hand zum Mund führen – die sogenannte Hand-Mund-Koordination.
  • Das Baby ist mindestens volle vier Monate alt und befindet sich somit im 5. Lebensmonat. Allerdings sind die meisten Babys in diesem Alter einfach noch nicht soweit. Hier gilt es die Reifezeichen zu beachten.

Wichtig ist ganz einfach, sich keinen Druck damit zu machen. Irgendwann essen alle Babys. Eines etwas früher, andere etwas später. Glaubt man es sei soweit und bietet dem Baby den ersten Brei an und dieses verweigert ihn, kann man es einfach fünf bis sieben Tage später noch einmal versuchen. Bitte keines falls mit allen Mitteln versuchen den Löffel in den Mund des Babys zu bekommen und den Brei einfach am Gaumen abzustreifen! Nimmt das Baby die neue Nahrung nicht an, ist es einfach noch nicht so weit und man sollte es zu einem späteren Zeitpunkt versuchen. Man ist durch solche Methoden, dem Baby den Brei mit allen Mitteln zuzuführen, keinesfalls schneller!

Macht ein Beikostplan sinn?

Wenn man davon ausgeht, dass jedes Baby anders ist und in seinem eigenen Tempo essen wird, macht ein Beikostplan keinen Sinn.

Allerdings kann er als grober Leitfaden angesehen werden, an den man sich halten kann. Wenn man einen solchen Plan ohne feste Zeitspannen sieht, macht er schon ein wenig Sinn und kann als Fahrplan nebenher betrachtet werden.

Grob kann man also sagen: Mit Beginn der Beikost (Meist zwischen dem 5. Und 7. Lebensmonat), könnte man, sofern die Reifezeichen erfüllt sind, mit Mittagsbrei anfangen. Dieser besteht zunächst aus einem Gemüse und nach und nach werden auch Kartoffeln und Fleisch hinzugefügt

Im darauffolgenden Monat kann mit dem Abendbrei begonnen werden, aber nur, wenn das Baby den Mittagsbrei auch gut annimmt. Einige Stimmen sagen hier, wenn die Milchmahlzeit in der Mittagszeit ersetzt ist und auch Fleisch oder Fleischalternativen von dem Baby gegessen werden.

Im nächsten Monat kann, wenn alles klappt und gut läuft mit der Einführung eines Nachmittagsbrei angefangen werden.

Beikostplan ab Beikoststart

Hat man diese drei Mahlzeiten eingeführt, könnte es nun mit an den Familientisch gehen. Viele sagen, dieser Zeitpunkt ist etwa zwischen dem 9. Und 11. Lebensmonat gegeben. Aber auch hier gilt, keinen Stress! Jedes Baby entwickelt sich anders und sitzt eben früher oder später mit am Familientisch.

Bekommt ein Baby nur Brei?

Wenn man sich nicht gerade für BLW (Baby-Led-Weaning) entschieden hat, wo gänzlich auf Brei verzichtet wird, sollte das Baby zu seinen Breimahlzeiten auch immer mal Fingerfood bekommen. Dies können z.B. Gemüsesticks sein, das Gemüse dazu einfach in handliche Sticks schneiden.

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